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  • Rauchwarnmelderpflicht – Übergangsfristen laufen aus


    In vielen Bundesländern läuft die Übergangsfrist für die Ausstattung von Bestandsbauten mit Rauchwarnmeldern demnächst aus. Dementsprechend ist die Nachfrage nach Rauchwarnmeldern „Made in Germany“ überaus groß. Angesichts der flächendeckenden Installation ist Qualität wichtig wie nie: Nur mit dem „Q“ gekennzeichnete Produkte bieten die Gewähr, dass im Brandfall die betroffenen Menschen zuverlässig alarmiert werden und sich retten können.

    Nahezu flächendeckende Rauchwarnmelderpflicht

    Mittlerweile greift in 13 von 16 Bundesländern die in der jeweiligen Landesbauordnung (LBO) festgelegte Rauchwarnmelderpflicht, in den drei verbleibenden Bundesländern ist sie bereits in Planung oder zumindest Gegenstand des politischen Diskurses. Neu- und Umbauten mussten bereits kurz nach Inkrafttreten der LBO mit Rauchwarnmeldern ausgestattet werden – für die Nachrüstung von Bestandsbauten gelten von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Übergangsfristen, die in Hessen und Baden-Württemberg erst kürzlich – am 31.12.2014 – abgelaufen sind, in vier weiteren Bundesländern bereits in den Jahren zuvor. Bis Ende dieses Jahres müssen auch die Bestandsbauten in Sachsen-Anhalt, Bremen und Niedersachsen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein, am 31.12.2016 läuft die Übergangsfrist in Nordrhein-Westfalen und ein Jahr später dann auch in Bayern, den Ländern mit der größten bzw. zweitgrößten Einwohnerzahl, aus.

    Qualität rettet Menschenleben – zuverlässige Alarmierung

    Bedingt durch die Einbaupflicht und insbesondere das Auslaufen der Übergangsfristen ist in den letzten Jahren die Nachfrage nach Rauchwarnmeldern stark angestiegen. Damit die Rauchwarnmelderpflicht aber ihr eigentliches Ziel erreicht, durch die flächendeckende Installation von Rauchwarnmeldern im Brandfall Menschenleben zu retten, kommt es nicht nur auf die Anzahl der Melder, sondern auch auf deren Qualität an: Mehr denn je sind Melder gefragt, die im Ernstfall tatsächlich im richtigen Moment zuverlässig alarmieren. Angesichts des mittlerweile riesigen Angebots verschiedener Melderfabrikate fällt es allerdings auch Sicherheitsprofis nicht immer leicht, hier den Überblick zu behalten, zumal sich die teilweise deutlichen Unterschiede beim Preis sehr schnell erkennen lassen, Qualitätsunterschiede hingegen weniger leicht.

    Kennzeichnung von Rauchwarnmeldern mit CE und „Q“

    Prüfsiegel helfen dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen. Als Mindestanforderung muss ein Rauchwarnmelder der Produktnorm DIN EN 14604 genügen. Zu erkennen ist dies am CE-Zeichen, das allerdings nicht mehr besagt, als dass das Produkt im europäischen Binnenmarkt frei gehandelt werden darf – lediglich auf Basis der DIN EN 14604 geprüfte und anerkannte Rauchwarnmelder genügen bei Weitem nicht den Qualitätsansprüchen, die man heute an Rauchwarnmelder stellen darf und im Sinne der Sicherheit auch stellen sollte. Wesentlich härtere Anforderungen stellt das „Q“, das die DIN EN 14604 und die darauf basierende CE-Kennzeichnung ergänzt. Mit dem „Q“ gekennzeichnete Melder müssen – im Vergleich zu den Forderungen der DIN EN 14604 – noch resistenter gegen mechanische Einwirkungen, Korrosion und ungünstige Klimabedingungen sein. Ausgestattet mit einer fest eingebauten Zehnjahresbatterie müssen auch die Melder selbst eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren haben und sich zudem durch eine falschalarmsichere Gehäusekonstruktion auszeichnen. Mit dem „Q“ gekennzeichnete Melder stehen für maximale Alarmsicherheit im Brandfall.

    Qualität wird noch besser sichtbar – VdS begleitet „Q“

    Seit 1. April ist es leichter, Qualitätsrauchwarnmelder von Billigprodukten zu unterscheiden. Es gibt seit dem nur noch zwei generelle Kennzeichnungen: das CE-Kennzeichen mit Prüfnummer und Angabe EN 14604 auf der einen Seite und das für höchste Qualität stehende „Q“ auf der anderen. Das ebenfalls Qualität signalisierende Logo des notifizierten Prüfinstituts VdS Schadensverhütung wird nur noch das „Q“, nicht aber – wie bisher häufiger zu sehen – das CE-Zeichen begleiten.

    Bild: © KeremYucel / iStock / thinkstock


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